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F'IS überwacht Prototypen der MULTIBRID Offshore-Windenergieanlage M5000

Service und Online Condition Monitoring für ersten 5 MW-Prototypen von Multibrid - Modernes Überwachungssystem als Garant für frühzeitige Fehlerdetektion - Hoher Logistikaufwand speziell für Instandhaltung im Offshore-Bereich

 

Herzogenrath, 17.05.2006 – Die FAG Industrial Services GmbH (F’IS) hat von der Bremerhave­ner MULTIBRID Entwicklungsgesellschaft mbH den Auftrag zur Online-Zustandstandsüber­wachung (Condition Monitoring) des Prototyps der Offshore-Windenergieanlage M5000 in Bremerhaven erhalten. Die Installation von Condition Monitoring-Systemen in Windkraftanlagen sind bei den meisten Versicherungen Voraussetzung, um statt der teuren Revisionsklausel die für den Betreiber kostengünstigere, zustandsorientierte Instandhal­tung zuzulassen. Das Überwachungssystem FAG WiPro der F’IS hat nicht nur seit 2003 das notwendige “Gütesiegel” vom Allianz Zentrum für Technik (AZT), sondern wurde darüber hinaus vor einigen Monaten auch von der Hamburger Germanischer Lloyd GmbH (GL) zertifiziert. Gleichzeitig bestätigten die Prüfer der GL die ausgezeichnete Qualifizierung des Überwachungszentrums in Herzogenrath und der dort tätigen Service-Mitarbeiter.

 

Die Windenergieanlage MULTIBRID M5000 wurde nach einem völlig neuen Anlagenkonzept entwickelt, das optimal den Bedingungen auf dem Meer angepasst ist. Offensichtlichstes Off­shore-Merkmal ist die Plattform in 34 Metern Höhe mit den Containern, die unter anderem Umrichter und Transformator enthalten. Zu den hervorstechenden Vorteilen gehören das geringe Gewicht (200 Tonnen) und die Größe der Gondel, die eine Montage auf See in einem Hub ermöglichen. Mit den an der Nabe in 102 Metern Höhe befestigten Rotorblättern von 56,5 Metern Länge beträgt das Gesamtgewicht des Turmkopfes nur 310 Tonnen. Damit ist die M5000 die zur Zeit weltweit leichteste Windenergieanlage in der Leistungskategorie von 5 Megawatt Nennleistung.
Die Rotorhauptlagerung stammt vom Wälzlagerhersteller FAG Kugelfischer, der „Muttergesellschaft“ der F’IS. Um schädliche Wechselwirkungen der Rotorlasten auf Getriebe und Generator zu minimieren, leitet das nach speziellen Kundenanforderungen ausgelegte zweireihige Kegelrollenlager diese Lasten in die Umgebungsstruktur unter Umgehung der Getriebe-Generatoreinheiten. Der Vorteil dieses Konzepts ist das deutlich verringerte Gewicht.

 

Gemeinsam haben F’IS und FAG zur wirtschaftlichen Instandhaltungsplanung auch das Condition-Monitoring-Konzept ausgearbeitet. Dabei werden die Lagerstellen durch zahlreiche Sensoren hinsichtlich der Schwingungen, Temperatur und Bewegungen kontinuierlich überwacht. Bei Abweichungen von der Norm werden diese Daten sofort von erfahrenen Experten ausgewertet und entsprechende Schritte eingeleitet. So können ungeplante Stillstände vermieden und die Planbarkeit der Instandhaltung deutlich verbessert werden. Speziell im Windkraftbereich ist die planbare Instandhaltung wegen des aufwändigen und kostspieligen Logistikprozesses - wie beispiels­weise die Bereitstellung von Schwerlastkränen in oft recht unweg­samem Gelände - ein wichti­ges Argument. Im Offshore-Bereich gewinnt dieses Argument wegen höherer Leistung der Anlagen - Ausfallkosten - und der größeren Gewichte der auszutauschen­den Teile noch einmal erheblich an Bedeutung. Neben der obligaten Zustandsüberwachung zeichnet sich das WiPro-System der F’IS auch dadurch aus, dass die Datenmenge für die Analyse pro Anlage gering gehalten werden kann, ohne dabei den scha­densrelevanten Informationsgehalt zu verlieren. Damit eignet sich das System hervorragend zur problemlosen Überwachung auch größerer Anlagenbestände in Windparks.

 

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