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Schaeffler Gruppe Industrie hat Anlagenkosten fest im Blick: Lebenszykluskosten senken

Schaeffler Gruppe Industrie hat Anlagenkosten fest im Blick:

Lebenszykluskosten senken

 

Schweinfurt/Hannover, 16. April 2007. Billig kann oft teuer sein. Das gilt auch für Elemente von Maschinen und Anlagen. Aus diesem Grund muss man sein Augenmerk nicht nur auf die Anschaffungskosten richten, sondern den gesamten Lebenszyklus der Teile mit einbeziehen. Denn der Anschaffungspreis beträgt in vielen Fällen nur zehn Prozent der Gesamtkosten. Was bringt es dann, wenn man beispielsweise bei der Anschaffung eines Wälzlagers ein paar Euro spart, stattdessen jedoch wegen der stärkeren Reibung höhere Energiekosten hat? Oder aufgrund der geringeren Lebensdauer des Maschinenelements einen höheren Wartungsaufwand? Oder gar ungeplante Stillstände - sprich Ausfall, Lieferverzögerungen, unzufriedene Kunden?

 

Aus diesem Grund unterstützt die Schaeffler Gruppe Industrie ihre Kunden bei Lösungen rund um das Thema "Total Cost of Ownership". Hierbei werden die Gesamtkosten von Maschinen, Anlagen und deren Komponenten genau und zuverlässig betrachtet - von der Anschaffung über Energieverbrauch und Instandhaltung bis zur Reparatur, Demontage und Entsorgung. Bekannte Kostentreiber und versteckte Kosten können so identifiziert, optimiert oder eliminiert werden. Die Betrachtung der "Total Cost of Ownership" beginnt bei der Schaeffler Gruppe zum einen bei der intensiven Forschung und Entwicklung, um die Qualität und damit die Laufeigenschaften und Lebensdauer der Wälzlager durch konstruktive Maßnahmen und optimierte Werkstoffe immer weiter zu erhöhen. Zum anderen durch gezielte, umfassende technische Beratung und Schulung der Kunden, um die für den jeweiligen Anwendungsfall passende Lösung zu finden. Unterstützt werden die Vertriebs- und Field Service Ingenieure, die sich in den jeweiligen Branchen der Kunden bestens auskennen, von elektronischen Auswahl-, Berechnungs- und Simulationsprogrammen. Darüber hinaus werden auch Faktoren wie die effiziente Anleitung und passenden Werkzeuge zum Einbau bis zur zustandsorientierten Instandhaltung, Schmierung, Wartung, Demontage und Wiederaufbereitung in die Betrachtung einbezogen.

 

Ein Beispiel aus der Papierindustrie: Wälzlager in Biegeeinstellwalzen von Glättwerken werden meist niedrig belastet. Nur bei geöffnetem Nip (Spalt zwischen den Walzen) sind die Lasten höher. Ursprünglich wählten die Maschinenhersteller für diesen Anwendungsfall Pendelrollenlager mit der passenden Tragfähigkeit für den Hochlastfall. Allerdings kam es im Niedriglastfall zu Schlupf und damit zu vorzeitigen Lagerausfällen. Zwar konnte durch beschichtete Wälzkörper und optimierte Schmierung die Auswirkungen des Schlupf verringert, aber nicht komplett vermieden werden. Aus diesem Grund hat die Schaeffler Gruppe Industrie gemeinsam mit dem Hersteller das so genannte ASSR-Lager (Anti Slippage Spherical Rolling Bearing) entwickelt. Von einem Standard-Pendelrollenlager wurden die Lagerringe verwendet - allerdings folgen in jeder der beiden Wälzkörperreihen abwechselnd eine Kugel und eine Tonnenrolle. Der Kugelsatz stellt in der Niedriglastphase den schlupffreien Betrieb sicher - in der Hochlastphase tragen die Tonnenrollen. Damit kann dieses Lager auch als "intelligentes Lager" bezeichnet werden.

 

Der Nutzen für die Kunden ist dabei eindeutig: Lag bislang die Lagergebrauchsdauer bei etwa einem Jahr, kann man beim ASSR-Lager von einer Gebrauchsdauer von bis zu zehn Jahren ausgehen. Das bedeutet konkret: geringerer Wälzlagerverbrauch, geringerer Wartungsaufwand und über den Lebenszyklus gerechnet eine Einsparung, die fast im sechsstelligen Euro-Bereich liegt - allein durch die Betrachtung einer einzigen Stelle dieser Maschine. Durch weitere ergänzende Maßnahmen wie Online Condition Monitoring mittels Schwingungsdiagnose oder Temperaturüberwachung, wie sie die Schaeffler-Service-Tochter F'IS anbietet, sowie durch dynamisches und statisches Auswuchten kommt es zu weiteren Optimierungen und damit zu deutlichen Einsparungen.

 

 

Mit rund 63.000 Mitarbeitern an weltweit mehr als 180 Standorten und einem Gruppenumsatz von rund 8,3 Mrd. Euro (GJ 2006) zählt die Schaeffler Gruppe zu den weltweit führenden Wälzlagerherstellern und Automobilzulieferern. Zum Unternehmensverbund gehören die Schaeffler KG, Hauptsitz Herzogenaurach, mit den Marken INA und FAG sowie die LuK-Gruppe, Stammhaus Bühl/Baden. Die Sparte Industrie liefert über die vier Branchenmanagements Produktionsmaschinen, Schwerindustrie, Antriebs- und Schienenverkehrstechnik sowie Consumer Products Lagerlösungen für rund 60 verschiedene Industriebereiche.

 

 

Ansprechpartner

Dr. Matthias Schweizer

Schaeffler KG

Leiter Fachkommunikation Schaeffler Gruppe Industrie

Georg-Schäfer-Str. 30

D-97421 Schweinfurt

Tel.:      +49 9721 91-6223

Fax:      +49 9721 91-3375

Mobil:    +49 162 2590041

matthias.schweizer@schaeffler.com

 

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